von Ulrich Modler
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30. März 2025
Diese eine Frage... Kennst du diesen Moment, wenn du mitten im Trubel plötzlich innehältst – und dir wie aus dem Nichts die Frage stellst: „Wer bin ich eigentlich… wirklich?“ Vielleicht hast du’s schon öfter gespürt: Dein Leben läuft irgendwie. Du funktionierst. Du machst deinen Job, pflegst deine Kontakte, erfüllst Erwartungen. Und doch... ist da dieses Gefühl von: „Da fehlt was.“ Spoiler: Du bist nicht allein. Und nein – du bist auch nicht komisch. Du bist einfach auf dem Weg. Auf deinem Weg. Warum das Ego dich nicht retten kann (aber auch kein Feind ist) Dein Ego will dich schützen. Es ist wie ein kleines Kontrollzentrum in deinem Kopf, das dich sicher durch den Alltag steuern will. Und das klappt sogar ganz gut – solange du dich nicht fragst, wer du eigentlich bist. Denn dein Ego definiert dich über: • deine Rolle (z. B. „Ich bin die Große Schwester“, „der Leader“, „die Heilerin“) • deine Leistung (z. B. „Ich bin, was ich schaffe“) • deine Geschichte (z. B. „Ich war schon immer so“) Klingt logisch. Fühlt sich irgendwann leer an. Du bist nicht deine Rolle. Du bist der Raum hinter allem. „Du bist nicht das, was du über dich denkst. Du bist der, der diese Gedanken beobachtet.“ Boom. Stell dir mal vor, du sitzt im Kino und siehst dir einen Film über dein Leben an. Du lachst. Du weinst. Du leidest mit. Aber du bist nicht der Film. Du bist der Beobachter. Das Bewusstsein dahinter. Und das ist dein wahres Ich. Masken, die wir (unbewusst) tragen Wir alle haben sie. Diese kleinen, oft unbemerkten Schutzmechanismen: • Lächeln, obwohl dir eigentlich nach Weinen ist • Ja sagen, obwohl dein ganzes System „Nein“ brüllt • Funktionieren, obwohl du eigentlich eine Pause brauchst Diese Masken sind keine Schwäche. Sie waren mal hilfreich. Aber irgendwann blockieren sie dich. Weil sie dich von dir selbst trennen. Beispiel-Real-Talk • Mila (26): Postet Selfcare-Rituale und motivierende Sprüche. Innen drin? Komplett überfordert und ständig in Selbstzweifeln. • Jonas (31): Karriereziel erreicht, Wohnung top, alles „läuft“. Aber er spürt: „Das bin ich irgendwie nicht mehr.“ • Lea (22): Immer die „Lustige“ in der Runde. Doch sobald sie allein ist, wird’s still – und traurig. Kennst du sowas? Dann ist das kein Problem. Das ist der Anfang deiner echten Reise. Übung: Wer bist du, wenn du niemand beeindrucken musst? Mach mal den Selbsttest: Stell dir vor, du müsstest heute niemandem etwas beweisen. Wirklich niemandem. Nicht cool sein. Nicht tough. Nicht smart. Nicht „spirituell genug“. Wie würdest du reden? Was würdest du tun? Wie würdest du dich fühlen? Das, was da auftaucht, ist oft viel echter als du denkst. Und genau da beginnt dein „Zurück-Zu-Dir“. Neue Glaubenssätze für dein Herz: • „Ich bin genug, auch wenn ich nichts leiste.“ • „Ich muss niemand sein – ich darf einfach ich sein.“ • „Ich bin mehr als mein Lebenslauf.“ • „Ich bin nicht meine Angst – ich bin das Licht dahinter.“ Fazit (oder eher: Einladung) Du musst dich nicht neu erfinden. Du darfst dich einfach wieder erinnern. Nicht an dein „Image“. Sondern an dein echtes, pures, unfassbar schönes Selbst. Und ja – das reicht. Immer.